Jod – Mangel oder Überdosierung?

Category: Schönheit Tags: , , , Comments: 0 Post Date: March 23, 2019

Jod – Mangel oder Überdosierung?

Vielen Lebensmitteln wird Jod künstlich zugesetzt. Mit Erfolg, die Unterversorgung mit diesem Spurenelement ist fast gebannt. Aber Kritiker sehen trotzdem noch Probleme

Die Meldung des eher sachlich orientierten „Ärzteblattes“ wirkte fast schon euphorisch: Die Jodversorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sei deutlich verbessert. Das zeige eine Studie des Robert Koch-Instituts. Etwa 17 000 6- bis 17-Jährige waren auf Schilddrüsenvergrößerungen mit Ultraschall untersucht wurden. Außerdem wurde das Blut getestet und die Jodausscheidung über den Urin. Etwa ein Drittel der Schüler hatte eine geringfügig vergrößerte Schilddrüse, und die Jodversorgung lag noch am unteren Ende des empfohlenen Grenzwerts, aber die Zahlen waren wesentlich besser als in den Jahrzehnten davor. Das Robert Koch-Institut wertete dies als Erfolg für den Einsatz von Jodsalz in Haushalten, Großküchen, Bäckereien und Fleischereien. Doch genau diesen Zugaben fühlen sich die Jodkritiker unkontrollierbar ausgeliefert und dadurch sogar körperlich geschädigt.

Für wen ist Jod gesund?

Tatsächlich ist Jod ein lebensnotwendiges Spurenelement, es ermöglicht die Bildung von Schilddrüsenhormonen und ist damit wichtig für den gesamten Stoffwechsel. Seit Mitte der 80er-Jahre gibt es in Deutschland ein staatlich gefördertes Programm zur Jodmangelprophylaxe. Mit der normalen Nahrung kann der Bedarf kaum gedeckt werden, denn unser Land zählt zu den Jodmangelgebieten. Doch unbestritten ist auch unter Medizinern, dass hohe Dosen bei bestimmten Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow gefährlich sind. Zu einer Vergiftung kann es dann zum Beispiel durch Röntgenkontrastmittel oder den übermäßigen Verzehr von Algen kommen. Genau hier setzt Dagmar Braunschweig-Pauli an. Sie ist Gründerin der Deutschen Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus-Basedow- und Hyperthyreosekranken (Schilddrüsenüberfunktion) und selbst betroffen. Seit 14 Jahren leidet sie an Morbus Basedow und empört sich: „Mein Körper wurde täglich geschädigt durch die Zwangsjodierung.“ Typische Symptome seien Herzrasen, Händezittern, Haarausfall, schwere Hautausschläge, Anschwellen des Kehlkopfes, Kreislaufzusammenbrüche und Bindehautentzündung. Sie ist der Überzeugung, dass viele Menschen ständig einer Überdosierung ausgesetzt sind.

Empfohlene Tagesdosis

Worin befindet sich das Spurenelement?

Jeder kennt die Packung Salz mit dem Jodzusatz aus dem Supermarkt. Fertiggerichte sind ebenfalls meist mit Jodsalz gewürzt. Aber auch in Tierprodukten steckt es, denn Vieh wird mit Jodzusätzen gefüttert. Dabei geht es nicht um die Prophylaxe beim Menschen, sondern bei Kuh und Schwein. Auch sie brauchen den Stoff für eine gesunde Schilddrüse. Durch die Nahrungskette landet das Spurenelement auf unserem Teller.

Wann wird die Dosis zu hoch?

Die Zusätze bewegen sich im Mikrogrammbereich, aber summieren sich natürlich. Und es kann durch Anreicherungen etwa in der Kuhmilch zu einzelnen Ausreißern kommen. So sind schon in einem Liter Milch Werte gefunden worden, die etwa die empfohlene Tagesdosis der Weltgesundheitsorganisation WHO von 200 Mikrogramm (μg) überschreiten. Übrigens ist Milch inzwischen Hauptlieferant des Spurenelements in Deutschland, nicht das Speisesalz. Prof. Dr. Roland Gärtner von der Universität München, Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, sieht darin kein Problem: „Ein Zuviel bei normaler jodreicher Ernährung ist nicht möglich. Die gesunde Schilddrüse nimmt genauso viel Jod auf, wie sie braucht, den Rest scheidet sie aus. ein Drittel der Schüler hatte eine geringfügig vergrößerte Schilddrüse, und die Jodversorgung lag noch am unteren Ende des empfohlenen Grenzwerts, aber die Zahlen waren wesentlich besser als in den Jahrzehnten davor. Das Robert Koch-Institut wertete dies als Erfolg für den Einsatz von Jodsalz in Haushalten, Großküchen, Bäckereien und Fleischereien. Doch genau diesen Zugaben fühlen sich die Jodkritiker unkontrollierbar ausgeliefert und dadurch sogar körperlich geschädigt.

Unverträglichkeiten

Für wen ist Jod gesund? Haarausfall

Tatsächlich ist Jod ein lebensnotwendiges Spurenelement, es ermöglicht die Bildung von Schilddrüsenhormonen und ist damit wichtig für den gesamten Stoffwechsel. Seit Mitte der 80er-Jahre gibt es in Deutschland ein staatlich gefördertes Programm zur Jodmangelprophylaxe. Mit der normalen Nahrung kann der Bedarf kaum gedeckt werden, denn unser Land zählt zu den Jodmangelgebieten. Doch unbestritten ist auch unter Medizinern, dass hohe Dosen bei bestimmten Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow gefährlich sind. Zu einer Vergiftung kann es dann zum Beispiel durch Röntgenkontrastmittel oder den übermäßigen Verzehr von Algen kommen. Genau hier setzt Dagmar Braunschweig-Pauli an. Sie ist Gründerin der Deutschen Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus-Basedow- und Hyperthyreosekranken (Schilddrüsenüberfunktion) und selbst betroffen. Seit 14 Jahren leidet sie an Morbus Basedow und empört sich: „Mein Körper wurde täglich geschädigt durch die Zwangsjodierung.“ Typische Symptome seien Herzrasen, Händezittern, Haarausfall, schwere Hautausschläge, Anschwellen des Kehlkopfes, Kreislaufzusammenbrüche und Bindehautentzündung. Sie ist der Überzeugung, dass viele Menschen ständig einer Überdosierung ausgesetzt sind.

Worin befindet sich das Spurenelement?

Jeder kennt die Packung Salz mit dem Jodzusatz aus dem Supermarkt. Fertiggerichte sind ebenfalls meist mit Jodsalz gewürzt. Aber auch in Tierprodukten steckt es, denn Vieh wird mit Jodzusätzen gefüttert. Dabei geht es nicht um die Prophylaxe beim Menschen, sondern bei Kuh und Schwein. Auch sie brauchen den Stoff für eine gesunde Schilddrüse. Durch die Nahrungskette landet das Spurenelement auf unserem Teller.

Negative Folgen

Wann wird die Dosis zu hoch?

Die Zusätze bewegen sich im Mikrogrammbereich, aber summieren sich natürlich. Und es kann durch Anreicherungen etwa in der Kuhmilch zu einzelnen Ausreißern kommen. So sind schon in einem Liter Milch Werte gefunden worden, die etwa die empfohlene Tagesdosis der Weltgesundheitsorganisation WHO von 200 Mikrogramm (μg) überschreiten. Übrigens ist Milch inzwischen Hauptlieferant des Spurenelements in Deutschland, nicht das Speisesalz. Prof. Dr. Roland Gärtner von der Universität München, Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, sieht darin kein Problem: „Ein Zuviel bei normaler jodreicher Ernährung ist nicht möglich. Die gesunde Schilddrüse nimmt genauso viel Jod auf, wie sie braucht, den Rest scheidet sie aus. Der Körper kann die Jodaufnahme sehr gut regulieren.“ So zeigt sich auch in der Urin-Ausscheidung, wie viel man von der Substanz zu sich genommen hat. [bild|2|left]

Wie viele Menschen reagieren ungünstig auf Jod?

Viele, die das Gefühl haben, auf Jod mit Symptomen zu reagieren, fühlen sich von solchen Aussagen nicht ernst genommen. Immerhin leiden rund zehn Prozent der Bevölkerung an einer angeborenen Veranlagung zu einer Autoimmunkrankheit der Schilddrüse. Das sind etwa 8 Millionen Betroffene, die sich eben nicht auf eine gesunde Reaktion dieses Organs verlassen können. Und: Ältere Menschen, die in Jodmangelzeiten aufgewachsen sind, haben ein erhöhtes Risiko, an jodinduzierter Hyperthyreose zu erkranken. Besonders wenn sie hohe Dosen von dem eigentlich sinnvollen Zusatzstoff zu sich nehmen. „Erst seitdem ich auf künstlichen Jodzusatz verzichte, geht es mir wieder besser“, berichtet Kritikerin Dagmar Braunschweig-Pauli. „Für mich ist es deshalb ein Grundrecht zu entscheiden, ob Lebensmittel damit zugesetzt werden oder nicht. Jeder Mensch muss wissen, wie viel Jod er mit der täglichen Nahrung eigentlich aufnimmt.“

Allgemeines

Wo erhält man jodfreie Lebensmittel?

Das ist für Verbraucher kaum durchschaubar. Denn durch das Jod im Viehfutter ist in vielen Nahrungsmitteln etwas drin, ohne dass man es erfährt. Veganer haben’s einfacher – doch ist es möglich, auf Produkte aus Ländern wie Spanien, Polen und Italien auszuweichen, wo es mehr unjodierte Lebensmittel gibt.

Warum nicht den Jodanteil auf der Packung kennzeichnen?

Im Moment gibt es keine exakte Kennzeichnungspflicht für Jodzusätze in Deutschland. Nur bei Speisesalz muss es auf der Packung stehen. Bei Milchtüten sucht man vergeblich nach dem Hinweis. Deshalb fordern auch Jodexperten wie Prof. Dr. Jürgen Hengstmann aus Berlin eine durchgängige Jod-Deklaration auf Lebensmitteln.

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